Am 4. Dezember 2025 fand im stimmungsvollen Rahmen des Restaurants Nogherazza in Belluno ein ganzer Tag der Vertiefung über die Rolle von Industriehanf in den nachhaltigen Wertschöpfungsketten der Zukunft statt. Die Veranstaltung brachte Forschende, institutionelle Vertreter, Unternehmen und Fachleute aus Venetien, Friaul-Julisch Venetien, Tirol und Kärnten zusammen und eröffnete einen konstruktiven grenzüberschreitenden Dialog.
Ein Nachmittag des Austauschs und der Zusammenarbeit
Die Arbeiten wurden vom Journalisten Edoardo Comiotto eröffnet, gefolgt von den Grußworten von Massimo Saccol (Centro Consorzi) und Oldino Cernoia (Fondazione De Claricini Dornpacher).
Anschließend stellte Ilaria Marcolin (Meraki) das Projekt SPARE vor und präsentierte dessen Zusammenfassung, Ziele und Ergebnisse – ein transnationaler Weg, der die Kreislaufwirtschaft durch eine innovative und integrierte Nutzung von Hanf fördert.
Regionale Erfahrungen: Italien und Österreich im Vergleich
Im Mittelpunkt des Nachmittags standen verschiedene Beiträge zu regionalen Erfahrungen:
- Rupert Asanger (Universität Innsbruck) – Der Fall Tirol
- Paolo Dolce (Fondazione De Claricini Dornpacher) – Die Erfahrung aus Friaul-Julisch Venetien
- Klaus Hanke (Wood K Plus) – Kärnten
- Edoardo Ebone (Centro Consorzi) – Venetien
Ein besonders erwarteter Beitrag war der von Matteo Carzedda (Universität Triest), der eine grenzüberschreitende Roadmap zur Entwicklung neuer, hanfbasierten Kreislaufwertschöpfungsketten vorstellte und Chancen, Herausforderungen und gemeinsame Perspektiven aufzeigte.
Eine Reise durch Geschichte und Kultur
Die Museumsanthropologin Annamaria Canepa führte das Publikum auf eine faszinierende Reise durch die historischen und traditionellen Nutzungen von Hanf – von der Textilproduktion bis zu Öl – und bot damit einen wertvollen kulturellen Rahmen zur besseren Einordnung des heutigen Potenzials dieser Pflanze.
Dialog und Networking
Bei den „Hemp Talks“, moderiert vom Journalisten, kamen Referierende und Teilnehmende in einen offenen Austausch über Herausforderungen und Chancen der Branche.
Der Nachmittag endete mit einem Networking-Aperitif, der die Möglichkeit bot, Themen zu vertiefen und neue Kooperationsideen zu entwickeln.
Ein Schritt nach vorn für nachhaltige Innovation
Die Veranstaltung wurde vom Centro Consorzi im Rahmen des Projekts SPARE – Nachhaltige Wege zur ganzheitlichen Aufwertung von Hanf für innovative Anwendungen organisiert und durch die Europäische Union im Programm Interreg VI-A Italien–Österreich 2021–27 kofinanziert.
Diese Initiative bestätigt das wachsende Interesse an Hanf als strategische Ressource für lokale, nachhaltige und innovative Wertschöpfungsketten – insbesondere dann, wenn Regionen und Kompetenzen über Grenzen hinweg zusammenarbeiten.
Anmeldung erforderlich: QR-Code auf dem Flyer scannen.